Gesetzliche Pflegeversicherung

Pflegeleistungen in Deutschland sind teuer

 

Um das Risiko im Pflegefall abzusichern, wurde 1995 die Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherungen eingeführt. Die Pflegeversicherung übernimmt bei festgestellter Pflegebedürftigkeit einen Teil der Pflegekosten. Wie viel die Pflegeversicherung zahlt ist abhängig von dem Grad der Hilfsbedürftigkeit, der Pflegestufe und von der Art der Pflege. 

 

Unterschied zwischen häuslicher und stationärer Pflege

 

Bei häuslicher Pflege zahlt die Pflegeversicherung weniger als bei Unterbringung in einem Pflegeheim, da die stationäre Pflege teurer ist. Bei der häuslichen Pflege ist es entscheidend, ob die Pflege ein Angehöriger übernimmt oder ein ambulanter Pflegedienst. Bei professioneller Pflege werden Pflegesachleistungen gewährt, bei privater Pflege Pflegegeld. Dabei sind die Pflegesachleistungen höher als das Pflegegeld. Beide Leistungen können auch kombiniert werden.
 

Übersicht der Leistungen der Pflegeversicherung 
 

Pflegestufe 

     Pflegegeld     

Ambulante Pflege

Stationäre Pflege     

Pflegestufe 0 123 € 231 €  

Pflegestufe I  

244 €

              468 €

         1.064 €

Pflegestufe II 

458 €

           1.144 € 

         1.330 €

Pflegestufe III   

728 € 

           1.612 €

         1.612 € 

Härtefall (Demenz)

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           1.995 €

         1.995 €

 

 

Pflegelücke ohne private Vorsorge

 

Egal ob häusliche oder stationäre, die Pflegeversicherung zahlt maximal 75 Prozent der Pflegekosten. Die restlichen Kosten, je nach Pflegestufe bis zu 2000 Euro monatlich, müssen durch die Rente, erspartes oder durch Angehörige erbracht werden. Wenn Eltern aufgrund von Pflegebedürftigkeit zum Sozialfall werden, beteiligt das Sozialamt die Kinder an den Pflegekosten. Die Kinder müssen Elternunterhalt zahlen. Wer im Alter eine gute Pflege haben möchte, sollte möglichst früh privat vorsorgen.